Leichte Schwungscheiben
Die Schwungscheibe ist direkt mit der Kurbelwelle des Motors verbunden und gibt die Kraft über die Kupplungsscheibe an das Getriebe und die Räder weiter.
Wie sich das Gewicht (Masse) der Schwungschreibe nun auf die Beschleunigung auswirkt wird klar, wenn man sich vorstellt, dass man diese selbst mit einer Kurbel antreiben würde! Eine leichte Scheibe läßt sich mit gleichem Kraftaufwand schneller beschleunigen als eine schwere. Die maximale Drehzahl die man mit seiner Kraft erreichen kann, wenn man erstmal das Trägheitsmoment überwunden hat, wird sich zwar nicht merklich ändern, aber die Zeit zum Erreichen dieser ist geringer!
Eine leichtere Schwungscheibe erlaubt dem Motor also schneller auf die gewünschte Drehzahl zu kommen. Zudem werden die Motorlager weniger belastet.
Die Schwungscheibe speichert aber auch Energie. Dies zeigt sich in der Zeit die die Scheibe beim Wegfall der Antriebskraft braucht um wieder zum Stillstand zu kommen. Und die Schwungscheibe überträgt die gesamte Kraft des Motors durch Reibung an der Kupplungsscheibe. Aus diesen Gründen darf die Masse nicht zu gering sein und das Material muß extrem belastbar sein.
Vom "Abdrehen" oder anderweitigem Erleichtern der serienmässigen Schwungscheibe ist deshalb dringend abzuraten. Das Material ist nicht dafür ausgelegt! Zudem kann es zu Unwucht kommen, welche die Motorlager extrem belastet und zu einem frühen Verschleissschaden führen kann, von den Folgen einer verzogenen oder gar gebrochenen Schwungscheibe ganz zu schweigen.
Leichte Schwungscheiben sind aus diesen Gründen aus hochwertigerem Material hergestellt und ihr Aufbau darauf angepasst. Zudem sind sie ausgewuchtet und entsprechen in ihren Abmessungen den Serienteilen.
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